Anlagehorizont

Die Definition Anlagehorizont beschreibt die Dauer, über die eine bestimmte Kapitalanlage im Depot des Investors verbleibt. Gerade zur Entwicklung einer individuellen und an die persönlichen Verhältnisse angepassten Anlagestrategie spielt der Anlagehorizont eine bedeutende Rolle. Aus diesem Grund wird zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Anlagehorizonten unterschieden.

Als kurzfristiger Anlagehorizont gilt eine Dauer von wenigen Wochen bis mehreren Monaten. Als besonders kurzfristige Form des Wertpapierhandels gilt des Day-Trading. Der Händler verkauft seine Aktien und Anleihen in der Regel noch an dem Tag, an denen er sie erworben hat. Anleger, die ihr Kapital nur für kurze Zeit zwischen zwei langfristigen Anlagen investieren möchten, haben einen kurzfristigen Anlagehorizont. Speziell Wertpapiere mit einer kurzen Laufzeit gehören hier ins Depot.

Wer sich für eine mittelfristige Anlagestrategie entschieden hat, kann auf eine wesentlich breitere Palette von Anlageformen zurückgreifen. Neben Unternehmensbeteiligungen bieten sich Fonds oder kurzfristige Anleihen als Investitionsmöglichkeit an. Man sollte hier einen Zeitraum von wenigen Jahren für die Kapitalanlage einplanen. Im Gegensatz zu einem kurzfristigen Anlagehorizont, bei dem vor allem Marktbewegungen innerhalb weniger Tage eine große Rolle spielen, wird das Depot von diesen Entwicklungen weniger stark beeinflusst.

Langfristig orientierte Anleger holen Papiere in ihr Depot, die über eine Laufzeit von 6 oder mehr Jahren ausgegeben werden. Besonders Renten- und AS-Fonds werden hier in das Portfolio übernommen.