Aktienfonds
Liegt das Kerngeschäft eines Fonds am Aktienmarkt, so führt dieser die Bezeichnung des Aktienfonds. Die Betreiber benutzen das Fondsvermögen zum Erwerb von Unternehmensanteilen und versuchen durch die Kursgewinne und ausgezahlten Unternehmensdividenden der Performance des Fonds eine positive Richtung zu geben. Dabei kommen verschiedene Anlagestrategien zum Einsatz. Aktienfonds können zum einen branchenspezifisch investieren. Das heißt nichts anderes, als das die Fondsmanager bestimmten Wirtschaftszweigen, wie Neuen Energien oder der Pharmaindustrie, den Vorzug geben. Daneben bieten sich auch regionale Fonds dem Anleger an. Zum Beispiel kann ein Investor über diese Fonds in bestimmte Länder oder geographische Regionen, wie Südamerika, investieren.
Bindet sich der Anleger aber zu sehr an einen Wirtschaftszweig, geht er schnell ein hohes Risiko ein. Flacht gerade bei jungen Branchen, wie der Umwelttechnik die Wachstumskurve immer weiter ab, entwickelt sich die Kapitalanlage schnell in eine Richtung, die so gar nicht dem eigentlichen Anlageziel entspricht. In diesem Fall nutzt selbst die Verteilung des Kapitals auf mehrere Unternehmensbeteiligungen nichts mehr, wenn die Entwicklung den gesamten Markt erfasst. Gleiches gilt für Industrien, die sehr eng untereinander verflochten sind. Ausfälle und wirtschaftliche Schwierigkeiten greifen nach dem Dominoprinzip auf andere Wirtschaftsbereiche über.
Um dem zu entgehen, sollte jeder Fonds und Anleger das eigene Portfolio soweit wie möglich streuen und die Papiere möglichst langfristig halten. Denn je höher die Laufzeit einer Geldanlage in Aktien, umso geringer wirken sich auf lange Sicht die Schwankungen auf das Depot aus.