Offene vs. Geschlossene Fonds
Wer sich in seiner Freizeit, sei es einfach nur aus Interesse oder mit der festen Absicht, in einen Fonds zu investieren, mit dem Thema beschäftigt, wird sehr schnell auf die Begriffe offener und geschlossener Fonds stoßen. Was bedeuten diese beiden Definitionen? Geschlossene Investmentfonds zeichnen sich dadurch aus, dass Anleger nur während einer bestimmten Frist Kapital in den Fonds einzahlen können. Nach Ablauf des Platzierungszeitraums wird der Fonds für andere Investoren gesperrt, er wird von den Betreibern geschlossen. Mit dem Erwerb von Fondsanteilen werden die Investoren zu Teilhabern an den ausgebenden Unternehmen. Das eingezahlte Kapital wandert in das Eigenkapital der Unternehmung und wird im laufenden Produktionsprozess verwendet. Geschlossene Fonds stellen damit für Gesellschaften ohne Zugang zur Börse ein Mittel zur Beschaffung von zusätzlichem Kapital dar, ohne auf die Fremdfinanzierung durch Bankkredite zurückgreifen zu müssen. Der Anleger bindet sich in der Regel langfristig an das emittierende Unternehmen. Im Gegensatz zu offenen Fonds ist bei geschlossenen Fonds kein Börsenhandel möglich. Allerdings hat sich im Laufe der Zeit ein Sekundärmarkt etabliert, an dem Unternehmensanteile gehandelt werden können.
Ein offener Fonds kann dem gegenüber ohne Beschränkung gehandelt werden. Die Betreiber der Investmentfonds können zu jedem Zeitpunkt neue Anteilsscheine ausgeben und diese zum Handel an gängigen Finanzmärkten freigeben. An jedem Handelstag können Fondsanteile von Investoren gekauft und wieder verkauft werden. Durch den ständigen Wechsel und die Neuemission verändert sich das Fondsvermögen. Anders bei einem geschlossenen Fonds, wo das gesamte zeichnungsberechtigte Kapital bereits von vornherein feststeht. In der Regel wird von einem offenen Fonds gesprochen, wenn die Rede von einem Investmentfonds ist.